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14. Dezember 2022
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Fluglärm-Monitoring Quartal 4
26. Januar 2023

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Landungen trotz Lärmpause

Das Hessische Wirtschaftsministerium meldet für den November 2022 die Durchführung der Lärmpause an 23 Tagen. Für Anwohner im Frankfurter Süden relativiert sich dieser Effekt jedoch stark wegen nachträglich genehmigter sog. Swing Over von der Süd- auf die Centerbahn. An 16 Tagen gab es dadurch Landungen, obwohl offiziell eine Lärmpause gemeldet wurde. Für die Frankfurter zeigt sich der einstündige Vorteil der Lärmpause im November deshalb nur an 7 Tagen. Insgesamt landeten im November 36 Flugzeuge zwischen 22 und 24 Uhr von Osten auf der Centerbahn und der Landebahn Nordwest. Hinzu kommen im gleichen Zeitraum 96 Starts nach Osten auf der Centerbahn. Insgesamt gab es so 132 Starts und Landungen zwischen 22 und 24 Uhr auf den beiden genannten Bahnen.

Keine Ruhe in der gesetzlichen Nacht

Die starke, nächtliche Belastung der Bürger*innen zeigt sich auch in den Gesamtflugzahlen: Von Januar bis Ende November 2022 gab es auf dem Frankfurter Flughafen 349.478 Starts und Landungen, wovon 1046 in der Kernnacht von 23-5 Uhr durchgeführt wurden. In den Nachtrandstunden von 22-23 Uhr und 5-6 Uhr waren es 25.405. Gerechnet auf die gesamte gesetzliche Nacht wurden von 22-6 Uhr 26.451 Starts und Landungen registriert. Am Tagrand von 18-22 Uhr fanden 71.701 Starts und Landungen statt, was einen hohen Anteil von rd. 20,5 % ergibt.

Anteil der Starts und Landungen nach 23 Uhr trotz geringerer Flugbewegungen so hoch wie 2019

Die Zahl verspäteter Starts und Landungen nach 23 Uhr liegt heute wieder auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, in welchem aber insgesamt 25 % mehr Starts und Landungen im gleichen Zeitraum durchgeführt wurden. Einen Teil zu den verspäteten Flugbewegungen trägt der sogenannte Lowcost-Bereich mit einem Anteil von 3,5 % aller Starts und Landungen bei. Nach dem Weggang von Ryanair werden mittlerweile die meisten Flüge in diesem Segment von der Lufthansa-Tochter Eurowings-Discover durchgeführt. Von 8.280 Eurowings-Flügen vom und zum Frankfurter Flughafen wurden dabei bislang 101 Landungen verspätet nach 23 Uhr gezählt. Mehr verspätete Landungen weisen nur die Condor-Fluggesellschaft mit 193 und die Lufttransportunion mit 177 auf.

Weiter hohe Belastung der Frankfurter Bürger*innen

Auch außerhalb der nächtlichen Flugzeiten wird Frankfurter Bürger*innen viel abverlangt. Betrachtet man alle Starts und Landungen und deren Verteilung auf die verschiedenen Start- und Landebahnen ergibt sich folgendes Bild: Von allen Flugbewegungen belasteten 31 % den Bereich westlich des Flughafens, 29,1 % aller Starts den Bereich südlich des Flughafens und 39,6 % den Bereich östlich des Flughafens sowie viele Teile des Frankfurter Stadtgebiets.

 

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