Monitoring Flugbewegungen

Die Stabsstelle für Fluglärmschutz der Stadt Frankfurt am Main veröffentlicht einen monatlichen Bericht über die Starts und Landungen auf dem Frankfurter Flughafen.

Die Daten, die der Deutsche Fluglärmdienst e.V. (DFLD) erhebt, werden von der Arbeitsgruppe Flugauswertung analysiert und ausgewertet.

Der Fokus wird dabei auf folgenden Themenschwerpunkten liegen:

  • Teil A – Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen
  • Teil B – Starts und Landungen im Low-Cost-Bereich (Billigflugsegment)
  • Teil C – Kurzstreckenflüge
  • Teil D – Verspätungsflüge nach 23:00 Uhr
  • Teil E – Lärmpausen

Die Berichte können stets zur Monatsmitte auf dieser Seite heruntergeladen werden. In unseren Archiven (s. Menüleiste) finden Sie die entsprechenden Monitorings der vergangenen Jahre.

 

Flugauswertung vom Juli 2022 - PDF Download

Effektive Lärmpausen im Monat Juli an keinem Tag durchgeführt Aus gutem Grund sollten laut dem ursprünglichen Lärmpausenmodell die Landebahn Nord-West und die Centerbahn bei Betriebsrichtung West abends von 22 bis 23 Uhr nicht angeflogen werden, da die Lärmbelastung für den Frankfurter Süden von beiden Bahnen ausgeht. Aus diesem Grund geht die Stabsstelle auch in ihrer Statistik bei der Überprüfung von Starts und Landungen auf beiden Bahnen aus. Danach gab es im Juli an keinem einzigen Tag eine Lärmpause. Der nachträglich eingeführte Swing Over, eine Umleitung von der Süd auf die Centerbahn, führt dazu, dass das Hessische Ministerium angebliche 18 Tage Lärmpause angibt. Tatsächlich gab es im Juli 402 Starts und Landungen in der Zeit von 22-24 Uhr auf Nord-West und Centerbahn. Einzelheiten nachzulesen auf Seite 10. Flugbewegungen steigen nach Corona wieder kontinuierlich an Im Juli wurden insgesamt 34.725 Starts und Landungen abgewickelt. Die kontinuierliche Steigerung lässt sich am Beispiel der Flugbewegungen auf der Nord-West und Centerbahn für den Monat Juli von 2020 bis 2022 verdeutlichen. In den Vorjahren war die Landebahn Nord-West zeitweise geschlossen, im Juli war sie in allen Jahren offen. Starts und Landungen im Juli erhöhten sich von 4.500 (2020) auf 6.589 (2021) bis auf 9.333 (2022). Einzelheiten auf Seite 3 nachzulesen. Billigflieger stark im Aufwind Der Rückzug von Ryanair hat die Entwicklung nicht aufgehalten. Die Lufthansatochter Eurowings Discover hat die Lücke ausgefüllt. Besonders unangenehm ist sie aufgefallen durch 63 Starts und Landungen bis Juli nach 23 Uhr. Der Anteil der Billigflieger an den gesamten Flugbewegungen ist zwar mit 3,7 % noch niedrig, bedeutet aber trotzdem eine Steigerung gegenüber 2021 von 196 %. Der Trend geht vermutlich nach den Corona Lockerungen weiter. In diesem Zusammenhang ist auch die geplante Entgeltordnung von Fraport für 2023 zu überprüfen. Kurzstreckenflüge nur leicht zurückgegangen Der Anteil der Kurzstreckenflüge am Gesamtflugaufkommen ist im Vergleich zu Juni von 23,0 auf 22,4 ( 6.663 Flüge) leicht zurückgegangen. Dies ist in Anbetracht des immer steigenden Zeitvorteils durch die Bahn, bei der man nicht Stunden vorher vor Ort sein muss, unverständlich. Hier ist die Lufthansa mit einem Anteil von 74,7, % beteiligt. Dazu nähere Informationen auf Seite 5 und 6. Verspätete Starts und Landungen Die Anzahl der verspäteten Starts und Landungen nach 23 Uhr liegt mit 750 trotz geringerer Gesamtzahl Starts und Landungen als in 2019 bereits über dem Niveau des Jahres 2019, wo es im gleichen Zeitraum 731 Starts und Landungen nach 23 Uhr gab. Bei den vielen verspäteten Landungen fällt auf, dass diese oft bei Anflügen von bestimmten Abflugorten auftreten, weshalb sich die Frage stellt, ob die Flugplangestaltung nicht doch Ursache für diese Verspätungen ist. Auf Seite 9 unseres Berichtes haben wir dazu ein Beispiel aufgeführt.

Flugauswertung vom Juni 2022 - PDF Download

Das vom Bundesverwaltungsgericht geforderte An und Abschwellen der Flugbewegungen wird weiter nicht eingehalten Die Anzahl der Starts und Landungen in den Nachtrandstunden zeigt eindeutig, dass diese Vorgabe in keiner Weise berücksichtigt wird. So waren z.B. am 12.6. in der Zeit von 22-23 Uhr die Flugbewegungen mit 74 Flügen höher als am gleichen Tag zwischen 14 und 15 Uhr mit 61 Flügen. Die geforderte Entlastung findet somit nicht statt. Nähere Infos auf Seite 2. Dort zeigen wir die Starts und Landungen für den Monat Juni pro Tag in einem Stundenraster und man kann die permanente Belastung, die sich bis zum Beginn der Nacht durchzieht gut erkennen. 1234 Starts und Landungen erfolgten maximal an einem Tag und in einer Stunde waren es maximal 94 Starts und Landungen. 
Lufthansa weiter marktführend Insgesamt hat der Frankfurter Flughafen im Jahr 2022 bis Ende Juni 178071 Starts und Landungen abgewickelt. Das sind fast doppelt so viel als im Vorjahr. Trotzdem werden die Zahlen aus 2012 mit damals 233.733 noch nicht erreicht. Auf die Deutsche Lufthansa zusammen mit EW Discover entfallen davon rund 106.000 dieser Starts und Landungen, das entspricht rund 60 %. Starke Erhöhung der Verspätungen im Juni In der sog. Kernnacht zwischen 23 und 5 Uhr gab es im Juni 2022 rund 250 verspätete Starts und Landungen. Die Zahl der verspäteten Landungen hat sich gegenüber dem Monat Mai 2022 verdoppelt, die der verspäteten Starts verdreifacht. Insgesamt zählen wir in diesem Jahr bereits 517 verspätete Starts und Landungen nach 23 Uhr. Hauptverursacher der verspäteten Landungen sind TUI, Condor, Deutsche Lufthansa mit EW Discover. Die meisten verspäteten Starts verursachte die Deutsche Lufthansa. 

Anteil der Kurzstrecken geht kaum zurück. Obwohl überwiegend sowohl vom Zeitaufwand als auch von der CO2 Belastung eine Reise mit der Bahn sinnvoller ist und trotz der dringenden Aufforderung von Umweltverbänden und Klimaschützern auf Kurzstreckenflüge zu verzichten, ist der Kurzstreckenbereich weiter auf hohem Niveau. Im Kurzstreckenbereich bei einer Entfernung von max. 500km vom oder zum Abflugort Frankfurter Flughafen gehen die meisten Flüge nach Berlin und zurück, nämlich 3587, gefolgt von München mit 3352 und Hamburg mit 3277. Ein Extrembeispiel ist die Strecke nach Stuttgart. Sie wurde bis zum 30.6. 1189 mal geflogen, obwohl die Reise mit der Bahn schneller ist. Hinzu kommt, dass der CO2-Ausstoß bei der Flugreise rund 6mal höher ist als bei der Reise mit der Bahn. Die meisten Kurzstreckenflüge wickelt die Deutsche Lufthansa ab, nämlich 74,6%. Weitere detaillierte Informationen findet man in unserem Bericht zum Monat Juni 2022.

Flugauswertung vom Mai 2022 - PDF Download

Die Flugbewegungen auf dem Frankfurter Flughafen steigen zwar an, doch sie liegen weiterhin niedriger als vor Beginn der Corona-Krise. Insgesamt gab es im Jahr 2022 bislang 142446 Starts und Landungen, verglichen mit 208845 Starts und Landungen im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 bedeutet das eine Reduktion um 31,8%. Im Monat Mai 2022 gab es auf dem Frankfurter Flughafen 36138 Starts und Landungen, gegenüber 32016 im Vormonat April. Trotz der immer drängenden Forderungen von Umweltinitiativen und Bürgerinitiativen auf Kurzstreckenflüge zu verzichten, fanden im Kurzstrecken-Bereich, also bei einer Entfernung vom oder zum Frankfurter Flughafen von weniger als 500 km, im Jahr 2022 immer noch insgesamt 32880 Starts und Landungen statt. D.h. trotz der geringeren Anzahl von Start und Landungen während der Corona Pandemie hat sich der Anteil der Kurzstreckenflüge gegenüber 2021 kaum verringert. Die Deutsche Lufthansa wickelte 74% dieser Kurzstreckenflüge ab. Wie sinnvoll ein Verzicht auf Kurzstrecken ist, zeigt der Vergleich zwischen Bahn und Flug für 17 Destinationen. Nur bei 7 Zielen ergibt sich ein- teilweise geringer- Zeitvorteil. Demgegenüber ist bei allen Flügen der CO² Ausstoß pro Person im Durchschnitt 5-mal so hoch. Der Low Cost Bereich verzeichnet einen Anteil von 3,8% an den Starts und Landungen. Das Hessische Wirtschaftsministerium meldet für den Monat Mai die Durchführung der abendlichen Lärmpause an 13 Tagen. Tatsächlich wurde die abendliche Lärmpause nur an 1 Tag eingehalten, an dem nicht zwischen 22 und 23 Uhr auf der Centerbahn oder der Landebahn Nordwest von Osten kommend gelandet wurde. Im Mai 2022 wurden auf der Centerbahn und der Landebahn Nordwest 398 Starts und Landungen zwischen 22 und 24 Uhr abgewickelt. Nur an 1 Tag gab es keine Starts und Landungen zwischen 22 und 24 Uhr auf den beiden Bahnen. In unseren Auswertungen findet man viele weitere Details zum Flugverkehr auf dem Frankfurter Flughafen.

Flugauswertung vom April 2022 - PDF Download

Lärmpausen, die keine sind Nachtruhe, die keine ist Flugbewegungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit immer noch auf niedrigerem Niveau. Kein Umdenken bei Kurzstreckenflügen. Auch im Monat März bleiben die Flugbewegungen auf dem Frankfurter Flughafen auf einem niedrigen Niveau. Sie stiegen gegenüber dem Februar zwar um knapp 20 % an, doch verglichen mit dem März 2019 gab es knapp 36% weniger Starts und Landungen. Stärker angestiegen ist der Low-Cost-Bereich, dieser liegt um knapp 58 % über dem Vormonat Februar. Interessant dürfte sein, wie sich der Weggang von Ryanair Ende März auf die nächsten Monate auswirkt. Trotz aller Appelle, im Hinblick auf die Klimakrise, Kurzstreckenflüge zu vermeiden, betrug der Anteil der Kurzstrecken bis 500 km in diesem Monat immer noch rund 23 % aller Flüge. Führend ist hier die Lufthansa mit einem Anteil von 71,4 %. München, Berlin und Hamburg führen die Liste der Kurzstreckenziele an, wobei man die beiden erstgenannten Orte mit der Bahn schneller erreicht als mit dem Flugzeug. Dabei werden ca. 80 % weniger CO2 pro Person ausgestoßen. Die Durchführung der abendlichen Lärmpause wurde vom Hessischen Wirtschaftsministerium an 5 Tagen gemeldet. Dem steht gegenüber, dass auch an diesen Tagen zwischen 22 und 23 Uhr auf der Centerbahn gelandet wurde und somit kaum zu einer Entlastung im Frankfurter Süden geführt hat. Übersehen wird bei dieser Betrachtung, dass es im März 2022 keinen einzigen Tag gab, an dem nicht zwischen 22 und 23 Uhr im Süden der Stadt Frankfurt gestartet und gelandet wurde. Insgesamt waren in dieser Zeit 10 Landungen auf der Landebahn Nordwest und 328 Starts auf der Centerbahn zu verzeichnen - also an jedem Abend durchschnittlich fast 11 Starts und Landungen zwischen 22 und 23 Uhr.

Flugauswertung vom März 2022 - PDF Download

Flugbewegungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit immer noch auf niedrigerem Niveau. Kein Umdenken bei Kurzstreckenflügen. Auch im Monat März bleiben die Flugbewegungen auf dem Frankfurter Flughafen auf einem niedrigen Niveau. Sie stiegen gegenüber dem Februar zwar um knapp 20 % an, doch verglichen mit dem März 2019 gab es knapp 36% weniger Starts und Landungen. Stärker angestiegen ist der Low-Cost-Bereich, dieser liegt um knapp 58 % über dem Vormonat Februar. Interessant dürfte sein, wie sich der Weggang von Ryanair Ende März auf die nächsten Monate auswirkt. Trotz aller Appelle, im Hinblick auf die Klimakrise, Kurzstreckenflüge zu vermeiden, betrug der Anteil der Kurzstrecken bis 500 km in diesem Monat immer noch rund 23 % aller Flüge. Führend ist hier die Lufthansa mit einem Anteil von 71,4 %. München, Berlin und Hamburg führen die Liste der Kurzstreckenziele an, wobei man die beiden erstgenannten Orte mit der Bahn schneller erreicht als mit dem Flugzeug. Dabei werden ca. 80 % weniger CO2 pro Person ausgestoßen. Die Durchführung der abendlichen Lärmpause wurde vom Hessischen Wirtschaftsministerium an 5 Tagen gemeldet. Dem steht gegenüber, dass auch an diesen Tagen zwischen 22 und 23 Uhr auf der Centerbahn gelandet wurde und somit kaum zu einer Entlastung im Frankfurter Süden geführt hat. Übersehen wird bei dieser Betrachtung, dass es im März 2022 keinen einzigen Tag gab, an dem nicht zwischen 22 und 23 Uhr im Süden der Stadt Frankfurt gestartet und gelandet wurde. Insgesamt waren in dieser Zeit 10 Landungen auf der Landebahn Nordwest und 328 Starts auf der Centerbahn zu verzeichnen - also an jedem Abend durchschnittlich fast 11 Starts und Landungen zwischen 22 und 23 Uhr.