Konstante Überschreitung der WHO-Grenzwerte von Fluglärm

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Konstante Überschreitung der WHO-Grenzwerte von Fluglärm

Arbeit der Stabsstelle für Fluglärmschutz setzt sich für fluglärmbetroffene Frankfurterinnen und Frankfurter nachhaltig ein

Frankfurt am Main, 28. Februar 2020 – Die Aufgabe der Stabsstelle für Fluglärmschutz ist unter Anderem den Fluglärm in Frankfurt zu analysieren und zu bewerten. „Solange die Grenzwerte für Fluglärm in Frankfurt konstant überschritten werden, hat die Stabsstelle viel Arbeit vor sich“, sagte Ursula Fechter, ständige Vertreterin des Oberbürgermeisters zum Thema Fluglärmschutz. Die Monitoringberichte der Stabsstelle zeigen, dass es im Durchschnitt nicht leiser geworden ist und dass der Fluglärm konstant bis zu zehn Dezibel die WHO-Grenzwerte überschreiten. „Zu Tag- und Nachtzeiten herrscht dieses Problem für unsere Frankfurterinnen und Frankfurter. Die ständige Überschreitung ist eine enorme Belastung auf unsere Gesundheit und Lebensqualität“, erläuterte die Fluglärmschutzbeauftragte am Freitag.

Auf die laut gewordene Kritik reagiert Stadträtin Ursula Fechter, die seit vielen Jahren an der Seite der von Fluglärm betroffenen Menschen kämpft mit deutlichen Worten: „Das ist ein Angriff auf die sehr gute Arbeit meiner Mitarbeiterinnen in der Stabsstelle für Fluglärmschutz, die sich als einzige Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt einsetzen und helfen. Es zeigt mir, dass unsere Arbeit wichtig ist, wenn von interessierter Seite versucht wird, mich und meine Kolleginnen mundtot zu machen und die Stabsstelle abzuschaffen.“

Sie zählt eine Reihe von Informationsveranstaltungen und konkrete Erfolge auf: Ob der „Fluglärmtag 2017“, Veranstaltungsreihen zu Themenschwerpunkten „Aktiver Schallschutz – Gegenwart & Zukunftsprognosen“, „Gesundheitsrisiken durch Fluglärm“, „Wie schädlich ist Fliegen für die Umwelt?“, oder die jährliche Teilnahme durch Info-Stände zum „Tag gegen Lärm“ in der Innenstadt und offene Bürgersprechstunden in von Fluglärm stark betroffenen Frankfurter Stadtteilen vor Ort, aber gerade auch die Installation neuer Lärmmessstationen auf zwei Schulgebäuden in Frankfurt, die Initiierung und der Kauf von zwei Ultrafeinstaub-Messstationen und die daraus resultierende Thematisierungswelle dieser neuartigen Schadstoffe sind wertvolle Erfolge der Stabsstelle für die gesamte Stadt Frankfurt.
„Offensichtlich sind wir ein Dorn im Auge von politischen Strömungen, die dem bedingungslosen Ausbau des Flughafens die Gesundheit der unter Fluglärm leidenden Menschen unterordnen. Ein größeres Kompliment kann ich mir kaum vorstellen“, erklärte die Fluglärmschutzbeauftragte abschließend.