Städtische Dienstreisen werden klimaneutral

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Städtische Dienstreisen werden klimaneutral

Stabsstelle begrüßt Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur CO2-Kompensation 

Frankfurt am Main, 6. Juli 2020 – Zum Wohl des Umwelt- und Gesundheitsschutzes begrüßt die Stabsstelle für Fluglärmschutz, dass sich die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt erstmalig gegen dienstliche Kurzstreckenflüge einsetzt: „Die kritische Auseinandersetzung mit Kurzstreckenflügen innerhalb der Stadtverwaltung war längst überfällig. Viele Ziele unter 600 Kilometern können nicht nur schneller, sondern auch umweltverträglicher mit der Bahn erreicht werden“, sagte Fluglärmschutzbeauftragte Ursula Fechter und verwies auf die Tabelle „Was ist schneller?“, siehe Seite 5.

Im Beschluss heißt es, man müsse stets prüfen, inwiefern eine Dienstreise unumgänglich oder durch den Einsatz moderner Telekommunikationsmittel ersetzbar sei. Sollte die Dienstreise notwendig sein, so müsse geprüft werden, ob diese Reise künftig mit der Bahn möglich ist. Eine unumgängliche Flugreise soll schließlich durch eine Ausgleichszahlung der verursachten Treibhausgase kompensiert werden.

Laut Umweltbundesamt tritt jeder fünfte Flugpassagier in Deutschland einen Inlandsflug und damit einen Kurzstreckenflug an. Solch ein Flug ist durchschnittlich mehr als sieben Mal klimaschädlicher als eine Fahrt mit der Bahn.

„Nicht nur im Rahmen der Corona-Pandemie ist es wichtig abzuwägen, ob auch Videokonferenzen eine Dienstreise ersetzen können, die sich in den letzten Monaten bewährt haben“, beurteilt die ständige Vertreterin des Oberbürgermeisters zum Thema Fluglärmschutz die Inlandsflüge.
Seit Beginn ihrer Arbeit im Jahr 2016 fordert die Stabsstelle für Fluglärmschutz auf Kurzstreckenflüge zu verzichten und damit einen großen Beitrag zum Klimaschutz, als auch einen Beitrag zum Lärmschutz im Umfeld des Frankfurter Flughafens zu leisten. Die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle nutzen seit jeher für Dienstreisen die Bahn.

Dass nun die Stadt Frankfurt am Main als Vorbild vorangeht und zukünftig auf Kurzstrecken per Flugzeug verzichtet, stellt ein wichtiges Signal dar. „Das Umdenken innerhalb der Gesellschaft, auch im privaten Bereich auf Inlandsflüge zu verzichten, kann hierbei der nächst wichtige Schritt sein“, sagte die ehrenamtliche Stadträtin abschließend.