Fluglärm-Monitoring Quartal 4

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Fluglärm-Monitoring Quartal 4

Titelgrafik Lärmmonitoring

Hier gelangen Sie zum Download der Fluglärmauswertung des 4. Quartals 2021:

Zusammenfassung:

Corona bremst noch immer den Flugverkehr. Trotzdem wurden im 4. Quartal 2021 sowohl tags als auch nachts die von der WHO empfohlenen Grenzwerte für die durchschnittliche Lärmbelastung überschritten.

Auch in diesem Jahr ist der Flugbetrieb in Frankfurt am Main wieder angestiegen. Insgesamt befinden sich jedoch die Flugbewegungszahlen weiterhin auf einem geringeren Niveau als 2019, jedoch höher als im Jahr 2020. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Eine Besonderheit in diesem Jahr war die vorübergehende Stilllegung der Nord-West-Landebahn, die im Juni wieder in Betrieb genommen wurde und die sich stets auf die Lärmbelastung im Frankfurter Süden auswirkt. Dies zeigt sich an den z.T. bis um 5 dB gestiegenen Lärmwerte an den einzelnen Messstationen im Vergleich zum ersten Quartal 2021.

Die gestiegenen Flugbewegungen in 2021 sind an allen Standorten anhand des Dauerschallpegels erkennbar. Hier ist der Unterschied zum Vorjahr deutlich ablesbar, wenn auch weiterhin geringer als vor der Corona-Pandemie.

Der von der WHO empfohlene Grenzwert für den nächtlichen Flugverkehr bedingten Lärmpegel beträgt 40 dB, da Lärm oberhalb dieses Wertes mit negativen Auswirkungen auf den Schlaf verbunden ist. Die signifikanten Folgen sind steigende Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade die nächtlichen Aufwachreaktionen zeigen in wissenschaftlichen Studien dieses Risiko. Daher spielt die konsequente Einhaltung der Nachtruhe für die Bevölkerung eine bedeutende Rolle. Flugbewegungen in der Nacht müssen eine absolute Ausnahme bleiben. Auch im 4. Quartal zeigt sich, dass an 5 Standorten dieser WHO-Richtwert überschritten wird.

Für ganztags empfiehlt die WHO eine durchschnittliche Lärmbelastung von 45 dB. Im gesamten 4. Quartal 2021 konnte nur im Gallus der WHO-Richtwert von 45 dB unterschritten werden, da die für den Standort relevante Abflugroute 07 kurz nur in der Zeit von 7 bis 22 Uhr genutzt werden darf. Aber auch dort ist es im Vergleich zu 2020 lauter geworden.