Bericht zur Online-Veranstaltung: “Vermessungsflüge am Frankfurter Flughafen”

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Bericht zur Online-Veranstaltung: “Vermessungsflüge am Frankfurter Flughafen”

In Kooperation mit der Deutschen Flugsicherung (DFS)

Schon um 5 Uhr morgens werde ich vom ersten Flugzeug geweckt. Kann man das unterbinden?” oder “Müssen gerade die Messflüge wirklich nachts stattfinden?” Solche und viele andere Fragen wurden am vergangenen Donnerstagabend im Rahmen der zweiten Online-Veranstaltung der Stabsstelle vom Publikum gestellt. Eröffnet wurde diese digitale Reihe zum Thema “Vermessungsflüge am Frankfurter Flughafen” von der Stabsstellen-Leiterin Sarah Schuhmacher, die durch den Abend führte. Neben der DFS-Präsentation, konnten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer online DFS-Pressesprecherin Ute Otterbein und Olaf Glitsch, ehemaliger Fluglotse und DFS-Referent für operatives Umweltmanagement, ihre Fragen über den Chat stellen. Diese wurden von den beiden live vor der Kamera beantwortet.

So erklärte Ute Otterbein, dass die DFS dafür zuständig sei, den Flugverkehr sicher, geordnet und flüssig zu gestalten, als auch die Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen. Pro Jahr kontrolliere die DFS (vor Corona) mehr als drei Millionen Flüge, an Spitzentagen waren es über 11.000 Flüge täglich. Zu den Vermessungsflügen sagte Otterbein: “Die Vermessungsflüge wurden im August 2020 tagsüber am Frankfurter Flughafen durchgeführt, konnten aber nicht komplett erfolgen. Eine neue Anreise des Messflugzeuges war notwendig. Zudem ist der Zeitplan des Messflugzeuges sehr eng getaktet. Im Winter werden Messungen wegen den Witterungen möglichst vermieden.” So sei es das Ziel der DFS, wenn betrieblich möglich, das Messvorhaben am Tag durchzuführen. Dies geschehe als nächstes voraussichtlich am 15. März 2021. Zudem würden zwei “King Air 350” Flugzeuge für die Messungen im Einsatz sein, die sehr modern seien. Näheres ist in der DFS-Präsentation zu finden.

Auch beantwortete Olaf Glitsch viele Publikumsfragen, wie u.a. die nach der Sicherheit der Flugroute zwischen Darmstadt-Nord und Erzhausen-Wixhausen: “Auf keinen Fall wird hier am Personal gespart. Sicherheit ist unsere höchste Priorität. Aktuell ist jedoch so wenig Verkehr, dass ein Lotse den An- und Abflug zusammen macht.” Des Weiteren gab es zu den korrekt eingehaltenen Flugbewegungen Rückfragen. Die DFS verwies als Unterstützung für Interessentinnen und Interessenten auf ihren STANLY Track, der durch die Funktion des Heranzoomens sehr genau (Straßen erkennbar) sei. “STANLY_Track ermöglicht eine Live-Darstellung mit wenigen systembedingten Verzögerungen im Sekundenbereich basierend auf Sensordaten der Flugsicherung. Historische Flugverläufe können 14 Tage rückwirkend abgerufen und als Flugspuren oder im Zeitraffer über die Replay-Funktion dargestellt werden.”

Abschließend wollte noch eine Person wissen, ob man das Nachtflugverbot erweitern könne, woraufhin die DFS erklärte, dass die Nutzzeiten des Frankfurter Flughafens nicht die DFS festlege, sondern das Hessische Verkehrsministerium (als Genehmigungsbehörde) der Fraport AG auferlegt.

Die Präsentation der DFS können Sie in unserem Downloadbereich unter folgendem Link finden:


 
Stabsstellen-Leiterin Sarah Schuhmacher eröffnet die digitale Veranstaltung

Stabsstellen-Leiterin Sarah Schuhmacher eröffnet die digitale Veranstaltung "Vermessungsflüge am Frankfurter Flughafen" mit DFS-Referenten Ute Otterbein und Olaf Glitsch, Copyright: Stadt Frankfurt, K. Mombauer

Referentin Ute Otterbein während ihres Online-Vortrages

Referentin Ute Otterbein während ihres Online-Vortrages, Copyright: Stadt Frankfurt, K. Mombauer

DFS Cover der Präsentation

DFS Cover der Präsentation, Copyright: Deutsche Flugsicherung (DFS)