“Fluglärm geht uns alle etwas an”

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“Fluglärm geht uns alle etwas an”

Dualstudentin Hejer Ben Amor verfasst Bachelorthesis bei der Stabsstelle

Karina Mombauer [KM]: Liebe Frau Ben Amor, könnten Sie sich bitte als Dualstudentin der Stadt Frankfurt vorstellen?

Hejer Ben Amor [HBA]: Mein Name ist Hejer Ben Amor, ich bin 27 Jahre alt und studiere dual Public Administration bei der Stadt Frankfurt am Main. Derzeit befinde ich mich im 6. Semester und fertige meine Abschlussarbeit in der Stabsstelle für Fluglärmschutz an.

[KM]: Wie kamen Sie darauf, Ihre Bachelor-Thesis bei der Stabsstelle für Fluglärmschutz zu schreiben?

[HBA]: Noch vor einigen Jahren habe ich selber sehr nah am Frankfurter Flughafen gewohnt und habe dementsprechend meine eigene Erfahrung mit der Thematik des Fluglärms machen können. Hierdurch war das Interesse meinerseits sehr groß mich mit dem Thema des Fluglärms auseinanderzusetzen. Ich habe mich schon damals gefragt, ob und falls ja welche gesundheitlichen Auswirkungen der Fluglärm für die Anwohnerinnen und Anwohner mit sich bringt, welche Schutzmaßnahmen es gibt und wie diese zu bewerten sind. Aufgrund dessen habe ich mich sehr darüber gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe meine Bachelor-Thesis in der Stabsstelle für Fluglärmschutz fertigen zu dürfen.

[KM]: Welche Erfahrungen haben Sie bei der Stabsstelle gesammelt?

[HBA]: Die Stabsstelle für Fluglärmschutz verfolgt das konkrete Ziel, dass es leiser werden muss. Ich habe den Eindruck machen dürfen, dass sich das Team der Stabsstelle für dieses Ziel mit voller Leidenschaft einsetzt. Anliegen und Beschwerden der Bürger werden sehr ernst und durch eine direkte Ansprechpartnerin aufgenommen. Das Team setzt sich mit den unterschiedlichsten Thematiken auseinander, immer mit dem klaren Ziel sich für die Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

[KM]: Inwiefern sehen Sie das Thema Fluglärmschutz in Frankfurt als relevant?

[HBA]: Das Thema Fluglärmschutz ist sehr relevant und wird auch weiterhin an Relevanz gewinnen. Wie Robert Koch bereits vor langer Zeit sagte: „Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.“ Im Rahmen meiner Abschlussarbeit musste ich mit Entsetzen feststellen, welche Auswirkungen der Fluglärm auf die menschliche Gesundheit mit sich bringt, was mir und wahrscheinlich auch vielen weiteren Bürgerinnen und Bürgern bis dato nicht bekannt war.

[KM]: Ein Blick in die Zukunft: Was wünschen Sie sich zum Thema für die Frankfurterinnen und Frankfurter?

[HBA]: Ich wünsche mir, dass das Thema Fluglärmschutz bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern an Bedeutung gewinnt. Fluglärm geht uns alle etwas an und wird auch unsere weiteren Generationen noch beschäftigen. Ein klares Bewusstsein hierüber ist daher unabdinglich.

Besten Dank für das Interview, Frau Ben Amor. Das Team der Stabsstelle für Fluglärmschutz bedankt sich für Ihre sehr gute Zusammenarbeit und wünscht Ihnen für den persönlichen und beruflichen Weg alles Gute!